
Wiederkehrende Scheiden-Infektionen durch Diabetes
Juckreiz, Brennen und Ausfluss – Frauen, die schon öfter eine Pilzinfektion in der Scheide hatten, kennen die ersten Symptome sofort. Sie werden sehr schnell unangenehm und können gezielt mit Zäpfchen und Salben behandelt werden.
Sehr häufig kommen die Infektionen unmittelbar vor dem Einsetzen der Periode.
Die Zellen der Schleimhaut werden abgestoßen und die Milchsäurebakterien der Scheidenflora wandeln die freigewordenen Stoffwechselprodukte in Zucker um.
Dies sind optimale Bedingungen für das Wachstum von Pilzen.
Ebenso kommt es mit der hormonellen Umstellung in der Schwangerschaft häufiger zu Störungen der vaginalen Balance. Pilzinfektionen (Candida) breiten sich gerne unter der schwangerschaftstypischen Hormonkonstellation aus: Die Zellen der Vaginalhaut lagern vermehrt Zucker ein und bieten so besten Nährboden für zuckerliebende Pilze.
Bedenken sollte man auch, dass bei wiederkehrenden Infektionen der Scheide auch ein Diabetes Typ 2 dahinter stecken kann. Er entwickelt sich langsam und bleibt dadurch gerade bei jüngeren Frauen lange Zeit relativ beschwerdefrei.
Der erhöhte Blutzuckerspiegel führt zu einer erhöhten Konzentration an Zucker auf der Schleimhaut der Scheide und begünstigt ebenso das Wachstum von Pilzen.
Oft vergehen 5 bis 10 Jahre bis zur Diabetes – Diagnose.
Anders als bisher angenommen schützen Produkte mit Milchsäurebakterien, die nach einer Pilzinfektion empfohlen werden, nicht vor neuen Infektionen.
Milchsäurebakterien sind im Abstrich auch nach Anwendung von Medikamenten gegen Pilze noch zahlreich vorhanden. Pilze sind außerdem sehr tolerant, was den Säuregrad in der Scheide betrifft. Sie wachsen in einem Bereich von pH-Wert 2,5 bis 10.
Die Anwendung von Milchsäurebakterien -Produkten löst meist ein Brennen auf der gereizten und empfindlichen Schleimhaut aus.
Sinnvoller erweisen sich Präparate, die die Regeneration der Scheidenschleimhaut gewährleisten und keine Milchsäure enthalten.
Auch bei Frauen in den Wechseljahren, deren Vaginalhaut durch das Absinken des Hormonspiegels zur Trockenheit und zu schmerzhaften Entzündungen neigt, hat sich die Pflege mit einem Scheidengel, das regeneriert und Feuchtigkeit spendet bewährt.
Inh. Heinrich BuddeWestenfelder Straße 16 44866 Bochum-Wattenscheid Tel.: (02327) 87756 Fax: (02327) 84305 info@loewenonline.de |
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