
Rosacea - wenn die Gesichtshaut blüht
Rosacea ist eine meist ab dem 50. Lebensjahr beginnende Hauterkrankung des Gesichts mit fleckförmigen, teils schuppenden Rötungen sowie entzündlichen Pusteln. Sie beginnt meist unscheinbar mit Hautrötungen, die bei Hitze, Kälte und emotionalen Stress-Situationen auftreten. Verschlechternde Faktoren können Alkohol, scharfe Gewürze, Kaffee und intensives Sonnenbanden sein. Die feinen oberflächennahen Blutgefäße sind deutlich erweitert, die Haut wirkt sonnenbrandartig gerötet und wird in dieser ersten Form der Erkrankung als „Couperose“ bezeichnet. Im fortgeschrittenen Stadium treten Pusteln, Knötchen sowie Schwellungen auf, die sich im nächsten Stadium entzünden und eitrig degenerieren können. Die Haut ist geschwollen, gerötet und großporig und zeigt Ähnlichkeit zu einer Akne-Erkrankung. Die Erkrankung verläuft phasenweise und kann sich über Jahre hinziehen. Eine wirkliche Ursache der Rosacea ist bis heute nicht bekannt. Jedoch scheinen Verdauungsstörungen, Durchfall, Verstopfung und falsche Ernährung beteiligt zu sein. Auffällig ist, dass meist Menschen mit einem beeinträchtigten Immunsystem betroffen sind. Schulmedizinisch verwendet man Antibiotika, obwohl keine Bakterien als Auslöser gelten.
Der Wirkstoff Metronidazol reduziert anscheinend die Gefäßempfindlichkeit der Gesichtshaut. Im entzündungsfreien Stadium helfen Gesichtsmassagen, um den Lymphfluß zu aktivieren. Die tägliche Gesichtsreinigung sollte mit lauwarmem Wasser und einer milden im speziellen bei Rosacea produzierten Reinigungspflege erfolgen. Zum Abtrocknen des Gesichts empfiehlt sich ein weiches Handtuch zum abtupfen des Gesichts. Spezielle Kosmetikprodukte können bei regelmäßiger Anwendung helfen, die Haut über den Rötungen zu verdicken, so dass sie nicht mehr so stark durchscheinen. Erfolge können auch in Kombination mit homöopathischen Mitteln erzielt werden. Besonders für schlanke Menschen mit einem schwachen Nervenkostüm hat sich Kalium phosphoricum bewährt. Es unterstützt bei nervöser und geistiger Erschöpfung, bei Durchfall und einem nervösen Magen. Das Leiden bessert sich bei Ruhe und durch leichte Bewegung. Es wird verschlechtert durch körperliche und vor allem geistige Anstrengung, Aufregung, laute Geräusche und am Morgen. Ein anderes auch bei Rosacea angewendetes Mittel ist Kalium sulfuricum, gerade wenn sich die Beschwerden bei Wärme verschlechtern und ein Verlangen nach Frischluft vorliegt. Bei Verschlechterung im Winter und ausgeprägtem Lymphstau kann Abrotanum helfen.
Inh. Heinrich BuddeWestenfelder Straße 16 44866 Bochum-Wattenscheid Tel.: (02327) 87756 Fax: (02327) 84305 info@loewenonline.de |
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