Die Irrtümer über das Rauchen

Die meisten Raucher wissen, wie gefährlich ihre Sucht für sich und andere ist. Die Raucherkarriere zu beenden, fällt vielen schwer, da sie sich über die physischen und psychischen Entzugssymptome mit eigener Willenskraft hinwegsetzen müssen. Nicht nur Reizbarkeit, Unruhe und Kreislaufprobleme können im Entzug die Willenskraft beeinflussen, sondern vor allem einige Irrtümer über das Rauchen selbst. Viele Raucher sind der Meinung, dass Rauchen entspannt. Das Gegenteil ist der Fall: nach jeder Zigarette steigt der Blutdruck und die Herzfrequenz an, was für unseren Körper puren Stress bedeutet. Es sind vielmehr die nachlassenden Entzugssymptome, die den Raucher Zug um Zug glauben lassen, dass er durch das Rauchen einer Zigarette entspannt. Viele Raucher und vor allem Raucherinnen meinen, dass Rauchen gut für die Figur sei. Richtig ist, dass Rauchen den Appetit zügelt und den Grundumsatz des Körpers erhöht. Hört man oder frau mit dem Rauchen auf, dann normalisiert sich das Hungergefühl wieder und es kann kurzfristig sein, dass die Waage ein paar Kilos mehr anzeigt. Dies ist jedoch eher ein gesundes Zeichen dafür, dass der Stoffwechsel beginnt, wieder normal zu arbeiten. Mit einer ausgewogenen und kalorienbewussten Ernährung kombiniert mit Bewegung ist das schnell wieder in den Griff zu bekommen.

Auch glauben viele, dass leichte Zigaretten weniger schädlich sind. Durch den geringeren Gehalt an Nikotin und Teer werden die Zigaretten jedoch häufig tiefer inhaliert oder auch die tägliche Menge erhöht, so dass die Schädlichkeit genauso hoch ist wie bei herkömmlichen Zigaretten. Besonders das tiefe Inhalieren gilt als Ursache für eine Form von Lungenkrebs, die nur sehr schwer behandelt werden kann. Die Werbe-Bezeichnungen „light“ oder „mild“ sind schon seit 2003 in Deutschland verboten. Raucher glauben zu wissen, was in ihren Zigaretten steckt. In Wahrheit sind über 3800 chemische Verbindungen, von denen über 200 giftig und mindestens 40 krebserregend sind, in einer Zigarette enthalten. Neben Nikotin und Schwermetallen findet man auch Formaldehyd, Nitrosamine, Nickel, Arsen und Blausäure. Menthol und andere Aromastoffe machen diesen Giftcocktail „bekömmlicher“! Bei vielen Rauchern hält sich die Meinung, dass Aufhören sich nicht lohnt, da man als Ex-Raucher nie mehr richtig fit wird. Schon 20 Minuten nach der letzten Zigarette normalisieren sich Blutdruck und Körpertemperatur. Nach 8 Stunden geht der Anteil des giftigen Kohlenmonoxid im Blut wieder auf das normale Maß zurück und schon nach 1-2 Tagen sinkt das Herzinfarktrisiko und der Geruchs- und Geschmackssinn verbessern sich. Wir beraten Sie gerne, wie Sie Ihre Willenskraft in der Entzugsphase stärken können.

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