Polyneuropathie

Was mit einem Kribbeln in den Beinen anfängt, kann schon den fortgeschrittenen Verlauf der Polyneuropathie darstellen. Hierbei werden Nerven außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks geschädigt und das meist über viele Jahre hinweg oft unerkannt. Ausgelöst wird Polyneuropathie durch Diabetes, Medikamente, Alkohol, Borreliose oder auch eingelagerte Schwermetalle und Vitamin B Mangelzustände. Die Gefahr besteht darin, dass nicht nur Nerven in den Beinen geschädigt werden, sondern auch Nerven an inneren Organen bis hin zum Herz. Ein Herzinfarkt kann dann tatsächlich unbemerkt erfolgen! Die typischen Schmerzen, die Menschen mit Angina pectoris unter Belastung spüren, sind nicht mehr wahrnehmbar. Im Magen-Darm-Bereich können Völlegefühl, Aufgeblähtsein und Verstopfung die Folge sein. Im Nierenbereich führt die Störung der Nerven zu einer verminderten Durchblutung. Die Nieren können den Harn nicht mehr vollständig ausscheiden, so dass häufige Harnwegsinfekte auftreten, die meist schmerzlos und stumm ablaufen. In den Beinen werden die Symptome wie Ameisenlaufen, Taubheits- oder Kältegefühl beschrieben, obwohl sich die Füße warm anfühlen. Brennende Schmerzen, die vor allem nachts und in Ruhe auftreten beeinträchtigen die Nachtruhe erheblich. Gangunsicherheit sowie das Gefühl, wie auf Watte zu gehen, führen zu Gleichgewichtsstörungen. Besteht der Verdacht einer Polyneuropathie, ist der Nachweis durch den Arzt mit zuverlässiger Diagnostik schnell erbracht.

Naturheilkundlich ist die Bindegewebs-Entschlackung durch die Optimierung des Säure-Basen-Haushalts das oberste Ziel. Das Bindegewebe wird von Schlacken und Säuren befreit. Die Ernährung sollte hierzu basenreich sein, dass heißt, es gehört viel Obst und Gemüse aber auch Nüsse, Buchweizen, Amaranth auf den Speiseplan. Schüßler Salze, Homöopathie und Basenpulver auf Mineralstoff-Basis mit gut verfügbaren Mineralien gehören hier zur täglichen Anwendung. Menschen, die regelmäßig Säureblocker (Omeprazol, Pantoprazol), Schmerzmittel (Acetylsalicylsäure), Entwässerungsmittel (auch Diuretika genannt), oder die Pille einnehmen, tun gut daran, Vitamin B12, B6 und Folsäure in höherer Menge zu ergänzen. Ein Mangel an Vitamin B12 führt oftmals neben Blutbildveränderungen zu Neuropathien und Muskelabbau mit Gangunsicherheit. Indirekt kann der Vitamin B Status über die Messung des Homocysteins bestimmt werden. Um den Risikofaktor Homocystein im Körper abzubauen, bedarf es Vitamin B6, B12 und Folsäure. Nutzen Sie diese einfache Vorsorgemöglichkeit!

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