
Weniger Diabetes-Risiko mit mehr Magnesium
Der Diabetes mellitus ist die häufigste und bedeutsamste Stoffwechselstörung überhaupt. Allein in Deutschland schätzt man die Zahl der Typ-2-Diabetiker auf 5 bis 8 Millionen. Nach Angaben der deutschen Diabetes Gesellschaft ist Diabetes mellitus die häufigste Ursache für Herzinfarkt, Niereninsuffizienz, Erblindung und Amputation der unteren Extremitäten. Überernährung sowie Bewegungsmangel sind die Hauptursachen dieser Erkrankung.
Doch ein weitere Aspekt kommt hinzu: die Magnesiumversorgung.
Ein Forscherteam der Universität North Carolina untersuchte die Ernährungsgewohnheiten und Blutwerte von 4.497 Amerikanern im Alter zwischen 18 und 30 Jahren über einen Zeitraum von 20 Jahren. Im Februar 2011 dann das Ergebnis: bei den Personen mit der geringsten Magnesiumzufuhr und den niedrigsten Magnesiumkonzentrationen im Blut entwickelte sich während der Studiendauer wesentlich häufiger ein Diabetes als bei denen mit der besten Magnesiumversorgung. Letztere hatten zu Protokoll gegeben, dass sie regelmäßig magnesiumreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte essen oder den Mineralstoff durch Präparate ergänzen. Ihre Diabetes-Häufigkeit war um 47% niedriger. Die Wissenschaftler beobachteten, dass bei unzureichender Magnesiumversorgung das Insulin, das Schlüsselhormon des Zuckerstoffwechsels, schlechter wirkt.
Diese so genannte Insulinresistenz ist die Ursache des häufigen Typ 2-Diabetes.
Schon aus früheren Studien ist bekannt, dass Magnesium die Wirksamkeit des Insulins verbessern kann.
Ein Magnesium-Mangel erschwert die Blutzucker-Einstellung und fördert die Entstehung von Schäden besonders an den Augen.
Menschen mit Diabetes haben zu viel Zucker im Blut. Da der Wert ständig schwankt, benötigt man zur Risiko Einschätzung einen Durchschnittswert der zurückliegenden Wochen und Monate. Diesen Wert liefert unser roter Blutfarbstoff: das Hämoglobin.
Zuckermoleküle lagern sich gerne an diesen Farbstoff an. Es entsteht ein Zuckerhäubchen über dem Hämoglobin, das sich beim Absinken des Zuckerspiegels wieder löst.
Ist der Zuckerwert jedoch anhaltend zu hoch, wird die Bindung des Zuckers an den roten Blutfarbstoff immer fester. Dieses glykierte Hämoglobin kann im Blut gemessen werden und wird HbA1C-Wert genannt. Je höher dieser Wert ist, um so schlechter war die Blutzucker-Einstellung in der letzten Zeit.
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