
Bitterstoffe
- Natürliche Fettverbrenner
„Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe guter Tage!“ sagt der Volksmund. Die Osterfeiertage stehen vor der Tür und damit sicher auch das eine oder andere gute und reichhaltige Essen. Nicht immer schaffen Magen und Darm die schweren Speisen, Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl, Sodbrennen, Blähbauch können die Folge sein. Als natürliche Verdauungshilfe spielen bitter schmeckende Stoffe aus Kräutern schon seit den mittelalterlichen Rezepten der Hildegard von Bingen eine große Rolle. Im Vergleich zu unserer heutigen Nahrung war früher vor allem das Gemüse reicher an Bitterstoffen. Heute gibt es dagegen kaum noch jemanden, der sich an bittere Gurken oder Möhren erinnert. Aus „modernen“ Gemüsesorten und anderen Nahrungsmitteln ist zugunsten eines „angenehmeren“ Geschmacks der Großteil der Bitterstoffe herausgezüchtet worden. Dies hat zur Folge, dass eine wichtige natürliche Anregung und Regulation der Verdauung fehlt. Aber auch die Essbremse wird ausgetrickst, denn der süßere Geschmack weckt die Lust auf mehr, ohne dass ein Bedarf besteht.
Der Grund: Süße Geschmacksempfindungen lassen den Körper mehr Insulin ausschütten – ein Effekt, der wiederum mit einer Appetitstimulierung einhergeht und somit sofort zur Gewichtszunahme führt. Ein träger Darm mit bakterieller Fehlbesiedelung begünstigt die Bildung des "Rettungsrings". Aus diesen Fettreserven gewinnt der Körper das Hormon Leptin, um damit das Immunsystem zu stärken. Bitterstoffe aus Wildartischocke, Löwenzahn und Wegwarte aktivieren hingegen Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse, so dass die Verdauung schneller und vollständiger abläuft. Dies wirkt vor allem dem bauchbetonten Übergewicht entgegen. Je früher die Verdauungssäfte fließen, um so eher tritt das Sättigungsgefühl ein. Bitterstoffe gibt es heute in Form eines Pflanzen-Granulates, das vor dem Essen eine Minute im Mund gekaut und anschließend wieder ausgespuckt wird. Die lokale Reizung der Geschmackssensoren auf der Zunge reicht aus, um die Verdauungsreflexe im Magen-Darm-Trakt auszulösen. Es kann auch runter geschluckt werden. Menschen, die bestehende Gallenprobleme haben, müssen vor Anwendung ihren Arzt befragen.
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